Tristar 111 Rorschach

Grüezi mitenand,

heute schreibe ich über meine Erlebnisse aus der Schweiz und den Tagen davor!

Los ging mein Trip schon am Donnerstag früh. Ich hatte ein Date mit meinem Keramik-Lager Sponsor Kogel zum Frühstückskaffee, also musste ich früh los, um rechtzeitig auf der Eurobike zu sein!

Die Fahrt nach Friedrichshafen war recht entspannt. Erst als ich dort ankam, fing es an, wie aus Kübeln zu regnen!

Dass das Wetter für die kommenden Tage so bleiben würde, hätte ich nicht gedacht… aber was ich denke, interessiert erfahrungsgemäß eh die allerwenigsten. Und das Wetter interessiert sich schon dreimal nicht dafür!

Also blieb das Wetter bis inklusive Sonntagmorgen grausam! Eigentlich nicht schlimm. Doof nur, wenn man für Temperaturen um die 20 Grad gepackt hat…

Aber zurück zur Eurobike! Ich war schnell von zu viel Fahrrad, zu viele Leute und zu viel Kaffee überlastet und verließ die Messe nach einigen netten Treffen und Gesprächen, um weiter nach Rorschach zu gefahren.

Hier stand der Tristar 111 an.

Tristar gab es vor einiger Zeit schon einmal. Es handelt sich hierbei um einen Triathlon, der sich aus 1 km Schwimmen, 100 km Radfahren und 10 km Laufen zusammensetzt.

In der Schweiz angekommen, vertrieb ich mir die meiste Zeit im Hotel. Ich lag entweder im Bett oder im Whirlpool. Zwischendurch habe ich mir auch mal die übel bergige Radstrecke und das Wettkampfgelände angeschaut. Die Zeit dazwischen habe ich gegessen. 😉

Für Sonntag fühlte ich mich eigentlich gut vorbereitet… Eigentlich. Aber es gab noch einen weiteren Temperatursturz.

Am Sonntag Morgen hatten wir 7 Grad im Tal und 4 Grad oben auf der Radstrecke. Dazu Dauerregen.

Eigentlich schon ein Grund, im Bett zu bleiben. Aber es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung! Und die hatte ich an! Also bin ich mit den restlichen Verrückten um 7:30 Uhr gestartet!

Der 1 km Schwimmen war schnell um und ich kam wenige Sekunden nach Ronnie Schildknecht aus dem Wasser.

Der Wechsel auf das Rad verlief problemlos und ich versuchte mich gleich am Anfang etwas abzusetzten. Die ersten Kilometer waren flach, also eigentlich mein Ding, aber bei Tempo 45+ wurde es schnell verdammt kalt und ich musste meine Beine ziemlich würgen um Leistung zu bringen.

Am Berg angekommen, schloss Ronnie auf und passierte mich. Ich konnte gut mithalten und setzte mich nach rund 20 km wieder an die Spitze.

Das Radfahren war gestern echt kein Spaß! Es flossen richtige Flüsse quer über die Straßen und es war nicht einfach, mit steifen Fingern zu schalten oder zu bremsen.

Trotzdem hatte ich Spaß, weil es anfangs wirklich gut lief. Ich war nie von der Kraft am Limit und konnte mein Tempo gut fahren.

Aber nach der ersten längeren Abfahrt war plötzlich Schluss. Mein Rücken fing an zu krampfen, mein Hals wurde steif, das atmen fiel mir schwer und ich zitterte, dass ich in Schlangenlinien fuhr.

Ich machte mir Mut, weil jedes Problem lässt sich mental schon irgendwie wegdrücken.

Aber in diesem Fall, war mein Körper einfach zu schwach!

Trotz mentaler Härte und aufbauenden Selbstgesprächen war nichts mehr zu retten…

Ich zitterte mich bis ans Ende der ersten Runde und musste dort aussteigen. Ich hätte es auch mit einer Brechstange aus fünffach gehärtetem Stahltitan nicht geschafft, noch ein Runde zu fahren.

Ich weiß nicht, wie Bryan Mccrystal und Ronnie das konnten! Also allein dafür meinen allergrößten Respekt!

Glückwunsch auch nochmal an Bryan Mccrystal! Der Typ ist echt korrekt! Sportlich und menschlich stehen bei dem Jungen die Tassen echt gerade!

Ich hoffe jetzt, dass es am kommenden Wochenende wärmer bleibt und ich auch mal wieder eine Finishline aus der Nähe sehe!

Ach ja, ich starte beim Ironman 70.3 Rügen. Vielleicht sieht man sich ja!

Bis dahin, macht’s gut!

Hannes

Translate »