Ironman 70.3 Estonia

Hallo,
also erst mal vielen Dank für die zahlreichen Glückwünsche! Ihr habt mein Whatsapp und auch Facebook etwas gesprengt… 😉

Heute war ein echt harter Tag… vieles lief nicht wie es laufen sollte. Ich bin geschwommen wie ein Handtuch, habe den falschen Wechselbeutel geschnappt (keine Ahnung warum ich dachte ich hätte die Nummer 8?!) und kam auf dem Rad auch anfangs nicht so richtig in meinen Tritt und laufen ging ja nur bergauf! 😉

ABER, was ich in meinen letzten drei (komplett vergeigten!) Jahren gelernt habe: Aufgeben kann man. Bringt einen aber auch nicht näher an sein Ziel.

Also habe ich alle Ratschläge die ich bisher in meinem Leben von den Big Boys wie Hellriegel, Stadler, Zäck, Böcherer, Kienle und co bekommen habe, in meinem Kopf aufgewärmt und einfach draufgeschlagen bis diese verdammten Oberschenkel gemacht haben, was ich wollte!

Der Witz ist, es kam ein Streckenrekord für die Radstrecke und ein Streckenrekord für die gesamte Strecke bei raus.

Besonders geholfen hat mir ein Zitat von Andi Böcherer: Don´t dream of a magic day, train for a solid day!

Und ich glaube das war mein Fehler in der Vergangenheit. Ich hatte und habe richtig gute Sponsoren und ein mega gutes Team hinter mir.
Und diesem Team wollte ich für die Unterstützung, die ich in jeglicher Form bekam und bekomme, am liebsten immer nur Rekorde und erste Plätze zurückgeben.

So eine Einstellung ist nett und gut gemeint. Aber endet logischerweise in Dauerstress -und wie in meinem Fall Übertraining, kaputtem Immunsystem und einem Kopf, der in Rennen eher gegen, als für dich arbeitet!

Ich meine, ich fahre so ziemlich das geilste Rad, das man sich kaufen kann. Ich bekomme bei meinem Physio einen Termin sogar am Wochenende bei ihm Zuhause. Ich komme in Schwimmbäder, wenn sie offiziell geschlossen sind und bekomme Geld für das, was mir Spaß macht.

Da wollte ich oft einfach mehr zurück geben, als vielleicht realistisch war. Das endete dementsprechend oft an der Wand.

Mittlerweile habe ich einen ganz gesunden Weg gefunden! Die Ergebnisse werden kommen und ich habe wieder richtig Spaß am Triathlon!

Was mir heute am wichtigsten ist -und das kommt wirklich von ganz tief unten aus meinem Herzen -einfach Danke zu sagen!

Vielen, vielen mega dicken und fetten Dank an alle meine Sponsoren, Freunde, meine Familie und meine Trainerin, die mich in den letzten Jahren unterstützt haben!

Gerade weil es nicht lief und ihr trotzdem weiter gemacht habt, rechne ich euch alles doppelt hoch an!

-Ein ganz besonderes Dankeschön geht zum Schluss noch an meine Eltern. Hätten sie nicht gesagt, ich soll es noch eine weitere Saison versuchen, wäre ich jetzt nicht hier in Estland.

Von dem Preisgeld kaufe ich euch übrigens nen Flug nach Südafrika. Nur dass du schon mal an deiner Flugangst arbeiten kannst liebe Mama ?

Vielen Dank auch allen fürs verfolgen im Livestream, fürs anfeuern an der Strecke und mitfiebern daheim!

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