Ironman 70.3 Subic Bay

Hola Amigos,

heute kommt etwas verspätet mein Blog zum Ironman 70.3 Subic Bay! Ich war die letzten Tage zwar viel im Auto und dem Flugzeug unterwegs und hätte dort eigentlich Zeit haben müssen ABER ich war entweder zu müde oder habe mich zu gut mit zu netten Leuten unterhalten…

Ist ne schlechte Ausrede, ich weiß, aber wenigstens eine ehrliche! Möget ihr mir verzeihen, Amen.

So genug der einleitenden Worte. Ich beginne direkt mit dem Rennen.

Also, wie schon in meinem Vorbericht beschrieben, war das Startfeld ziemlich ordentlich!

Ich fand das auch sehr gut, weil ich wissen wollte, wo ich mich aktuell einzuordnen habe.

Ich habe Respekt vor den großen Namen unserer Szene (manchmal auch zu viel), aber keine Angst.

Außerdem finde ich es immer ehrlicher, auf Rennen zu gehen, wo es auch wirklich abgeht. Irgendwelchen 2b Rennen zu gewinnen ist schön, aber es bringt ja nichts. Spätestens bei einem Meisterschaftsrennen bekommt man dann die Augen geöffnet. Und ich glaube dann tut es richtig weh…

Oh, ihr merkt schon, ich schweife aus… also zurück zum Wesentlichen!

Mein Trainingslager in Thailand lief richtig gut! Falls die Jungs und Mädels meinen Bericht hier lesen sollten: DANKE nochmal! War echt richtig spaßig und auch sportlich sehr brauchbar!

Rad und Schwimmen konnte ich ziemlich schnell verbessern.

Laufen dauert immer etwas länger und man entwickelt sich nicht vom Esel zur Antilope in zwei Wochen.

Leider!

Also waren mein Erwartungen im Grunde so, wie es dann auch kam. Ich schwamm solide und hatte ca. 1:30 Minuten Rückstand auf die schnellsten Schwimmer. Mit mir in der Gruppe waren Tim van Berkel und Kyle Buckingham.

Ich setzte mich auf dem Rad gleich an die Spitze unserer Gruppe und blieb da im Grunde bis zum Ende.

Ich war echt gut drauf und habe mit der schnellsten Radzeit (2:05:32 h/43 km/h) auch die Spitzengruppe noch eingeholt!

In allerschnellster Gesellschaft bin ich dann als Zweiter in die zweite Wechselzone gefahren.

Das war nach meinen zahlreichen Pannen, Pech und Pleiten der letzten zwei Jahre endlich mal wieder ein ziemlich gutes Gefühl! -Das verdient sogar einen Smilie 🙂 …So, perfekt. Sieht gut aus!

Ich habe beim überholen schon an manchen Gesichtern ablesen können, dass man mich nicht wirklich erwartet hatte. Und auch für mich selbst war es irgendwie überraschend!

Mein Wechsel ging dann auch voll daneben. Ich war irgendwie etwas überfordert… ich habe mehr den Wechsel von Ruedi Wild neben mir verfolgt, anstatt mich um meine eigenen Socken und Schuhe zu kümmern.

Ich habe dann noch gesehen, wie der aktuelle Weltmeister Tim Reed an mir vorbei gehechtet ist und dann war die Wechselzone auch schon wieder leer!

Das hört sich ziemlich dumm an, aber ich war mental echt nur auf Middle of Nowhere und absolut Durchschnitt eingestellt.

Ich hatte in der Vergangenheit oft den Plan, ganz nach vorne zu fahren. Aber der Fall ist schon ewig nicht mehr eingetreten und mein Gehirn muss sich scheinbar auch erst wieder auf Erfolg einstellen…

Nach dem komplett verpatzten Wechsel, lief es dann durchwachsen weiter. Ich performte sogar die schlechteste Laufzeit meiner bisherigen Triathlon-Karriere. Also eigentlich schlecht, aber nachdem Baustelle 1 (Schwimmen) und Baustelle 2 (Radfahren) einen ziemlich positiven Aufschwung erlebt haben, verunsichert mich das Laufergebnis jetzt nicht wirklich.

Damit bin ich absolut happy und zufrieden. Ich konnte kein Laufwunder erwarten und bekam es auch nicht. Aber trotzdem war ich mit 4:07:31 h Gesamtzeit nicht der Langsamste im Feld.

Ich habe mit dem Rennen auf den Philippinen auf jeden Fall wieder reichlich Motivation getankt! Ich habe gesehen, dass das Training wieder anschlägt und es nur eine Frage von Training und Zeit ist, bis ich auch den Lauf gut zu Ende bekomme.

Also Schluss mit Schreiben, ich muss für Sonntag trainieren!

Diesmal geht die Post beim Ironman 70.3 in Taitung ab! Wieder so ziemlich die selben Jungs und das gleiche Niveau wie auf den Philippinen.

Möge die Macht mit mir und euch sein (solange ihr nicht gegen mich startet!)

Beste Grüße,

Hannes

Translate »